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Sonntag, 26. November 2017

Novembersonntag


 Hannover, 1682: Die junge Helena von Minnigerode ist verzweifelt. Mit dem Tod ihres Bruders verlieren sie und ihre Mutter ihre gesamte Existenzgrundlage: Das Gut der Familie und sämtliche Privilegien gehen an ihren Onkel Roderick über. Helena bleibt nichts anderes übrig, als um die Aufnahme als Hofdame zu ersuchen. Nie hätte sie damit gerechnet, dass ausgerechnet sie in das skrupellose Intrigenspiel zwischen Herzogin Sophie und Clara von Platen, der mächtigen Mätresse des Herzogs, geraten könnte ...
Bis »Das Mätressenspiel« erscheint, ist es noch eine Weile hin, wie ihr seht. Also, was macht eigentlich Martha jetzt so, Ende November, wo viele sich darauf vorbereiten, in die glitzernde, teure Vorweihnachtszeit einzutauchen, und viele andere bloß hoffen, dass es im Dezember mit der Novemberschwermut nicht noch schlimmer wird?
Ich schätze mich glücklich, dass es in unserem Haus im Winter heller ist als im Sommer, weil unsere großen Eichen und Buchen dann ihr Laub abgeworfen haben und das Licht durchlassen. Froh bin ich heute besonders, weil wir es seit gestern in stundenlanger, bewusst laubbläserfreier Handarbeit geschafft haben, schon fast all das Laub in seine Schranken zu weisen. Wir können die Türen jetzt wieder von außen erreichen, ohne schienbeintief durch Blätter waten zu müssen.

 

Noch froher bin ich darüber, dass ich im Arbeitszimmer einen Ofen habe, der mir den Rücken und die Seele wärmt. Wenn ich so ein echtes kleines Feuer in meiner Nähe habe, brauche ich keine Lichterketten.


Aber nun zum Stand interessanterer Dinge. In der kommenden Woche arbeite ich mit meiner sprachgewandten Lektorin/Textredakteurin Eva am Schliff von »Das Mätressenspiel«. Der Roman hat mich in die Barockzeit von Hannover zurückgeführt – der Stadt, in der ich vor rund zwanzig Jahren mein Studium abgeschlossen habe. Eine der Hauptrollen spielt in der Geschichte übrigens der berühmte fürstliche Barockgarten von Herrenhausen, in dem ich bei Familienausflügen schon als Kind herumgerannt bin.
Schön ist auch, dass ich seit letzter Woche die feste Zusage vom Lübbe-Verlag habe, dass es mit unserer Zusammenarbeit weitergeht. Das bedeutet, nach dem »Mätressenspiel« gibt es bei Lübbe einen weiteren historischen Roman von mir. Ich habe schon begonnen, ihn zu schreiben, und hoffe, das Manuskript im Spätsommer 2018 abgeben zu können, damit das Buch irgendwann 2019 veröffentlicht werden kann. Worum es darin genau geht, kann ich noch nicht verraten. Aber mein Rechercheschreibtisch gibt ein paar Hinweise auf den Rahmen. (Vorsicht, sind ein paar falsche Spuren dabei. 😉)


Und was nun? Da mein Lieblingsmann heute auf dem Weihnachtsmarkt schmiedet, meine Lieblingstochter noch in England mit den Deadlines für ihre Studienaufgaben kämpft, mein Lieblingssohn seinen letzten Tag als Siebzehnjähriger still für sich genießt und auch sonst niemand etwas von mir will, habe ich Muße, in Ruhe den Hund zu kraulen und noch etwas anderes Schönes zu machen: Ich bereite die Druckfassung meiner eigenen Neuausgabe von »Elsternseele und Rabenherz« vor, damit mein bisher einziges Kinderbuch wieder verfügbar wird. Zumindest mache ich das, bis ich losfahre, um einen Blick auf den Weihnachtsmarkt zu werfen ...

Ich wünsche auch Euch noch einen schönen Novembersonntag!

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