Was erfährt man hier?

Neuigkeiten rund um meine Romane und Antworten auf Fragen, die mir häufig gestellt werden.

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Mehr Extras findet ihr auf meiner Webseite.

Wie Martha recherchiert

Da die Frage nach der Recherche für meine historischen Romane häufig wiederkehrt, habe ich sie hier einmal etwas ausführlicher beantwortet. 



 

Besuch auf Burg Neuhaus für "Das Gold der Mühle" 

Ein kleiner Eindruck vom heutigen Zustand der Burg, von der aus Brose und Brida für Herzog Magnus in die Schlacht ziehen ...

 

Wassermühle von Boucher 

Ich sehe mir immer gern die Originalgemälde an, die für die Gestaltung meiner Cover verwendet werden. (Nein, selbst bestimme ich sie nicht.) Die Wassermühle von  "Das Gold der Mühle"  stammt von Francois Boucher. Er hat das Bild Mitte des 18. Jahrhunderts gemalt. Rein äußerlich ist der Unterschied zu einer Mühle aus dem 14. Jahrhundert aber wahrscheinlich nicht riesig. Hier ist es (aus der Wikipedia): 


Haarmode im 15. Jahrhundert

Zu Die Bogenschützin: "Im 4. Abschnitt wird kurz erwähnt, dass Hedwig sich - wie es damals Mode war - die Stirn rasierte. Wie kann ich mir das vorstellen? Sind damit die kürzeren Haare am Haaransatz gemeint?"
Weil die Antwort als Bild viel hübscher ist, hier ein paar Porträts von damaligen Schönheiten.




Die Bogenschützin: Übersichtskarte 


 
Der Rabe und die Göttin: Anhänge
In der Rubrik Romane und auf meiner Webseite stehen die Anhänge der Buchausgabe als Download zur Verfügung.

Der Rabe und die Göttin
(Romanzitate mit Bildern aus den Wiki Commons und von Deviantart. Die Bildunterschriften verlinken zu den Herkunftsseiten.)

Nachgebaute Häuser in Haithabu (bei Schleswig)




  Loki legt die Handflächen zusammen, öffnet sie langsam. Zwischen ihnen erscheint das Bild eines Dorfes, wird größer und klarer in den Geistern der Götter, bis sie nichts anderes mehr sehen als das prächtige, mit Reet gedeckte Jarlshaus, flankiert von soliden Ställen, Gesindehäusern und einem großen Langhaus, der Halle. Auf dem festgestampften Hof, zwischen den Webhütten und Werkstätten, messen sich zwei Schwertkämpfer miteinander, beobachtet vom Jarl, der vor seiner Haustür steht. Er ist ein breitschultriger Mann mit seegegerbter Haut, buschigen Brauen und ersten weißen Strähnen im dunkelblonden Haar.


Die Kraka in Roskilde

Allen voran fuhr die Sturmfaust die Schley entlang, bis es geraten schien, die verräterischen Segel einzuholen und die Drachenschiffe lautlos zu rudern.
Bald wurden die ersten Schiffe der Norweger als tiefschwarze drohende Ungetüme auf der Förde sichtbar, und sie machten Schluss mit der Heimlichkeit. Hademut gab den Befehl für die Luren, die dem hinter Haithabus Hafensperre wartenden Horich ihre Ankunft verkündeten und auch den letzten norwegischen Krieger aus dem Schlaf rissen.









Webrahmen in Haithabu

Tage und Wochen vergingen, es wurde warm und grün. Für die Frauen war es ungewohnt, diese Jahreszeit so untätig zu verbringen. Wenn sie nicht jagten oder sammelten und Frygdis ausnahmsweise die Hände frei von Havenar hatte, webte sie. Sie machte einen Stoff, der übersät war mit Reihen kleiner Raben, die sich die Schnäbel zuwandten, und Havenar erbat ihn für sich.
„ ‚Havenar Rabenzunge’ nennen mich inzwischen ein paar von den Leuten. Andere sagen ‚Freyasfreund’. Wie schnell die Leute bereit sind, etwas zu glauben, wenn es ein bisschen Aufregung verspricht.“
„Du fütterst sie ja mit dem Unfug“, meinte Frygdis. „Oder willst du etwa kein Wams aus diesem Stoff? Dann sagst du noch ein Mal ‚Freyas Webstuhl’, und alle wissen Bescheid.“
„Es ist doch so nützlich“, meinte er kleinlaut.





Detail des Osebergschiffes, Wikingermuseum Oslo

Die geschnitzten Knoten und Tiergestalten, die das rötliche Holz der Einrichtung schmückten, waren mit so viel Sorgfalt ausgearbeitet, dass man vor Ehrfurcht schauderte, wenn man sie näher betrachtete. Es war deutlich, dass in Gammelby beim Bau des Jarlshauses mindestens ein ebenso begabter Mann wie Olofs Onkel Halfdan mitgewirkt hatte, der der Ansicht gewesen war, es ginge nichts darüber, die Herausforderung zu bewältigen, einem guten Werkstück die perfekte Zierde zu geben. Eine Zierde, die Geister zu fesseln verstand, sowohl menschliche als auch nichtirdische. 








Rabe

Als sie mit Thorwald durch den Wald pirschte, hörten sie aus den Eichenkronen am Rande einer Lichtung lautes Krähengezeter und sahen wildes Flügelschlagen. Die Vögel trugen einen Kampf aus. Was ihnen kurz darauf vor die Füße fiel und von seinen Verfolgern nur deshalb nicht weiter zerhackt wurde, weil sie beide da standen, war jedoch keine Krähe, sondern ein junger Rabe. Entsetzt starrte der gerade flügge gewordene Vogel sie an und schlug vergeblich mit seinen beschädigten Schwingen. Frygdis fand ihn sofort bemerkenswert schön. Thorwald griff in seinen Gürtel, und sie war sicher, dass er das verletzte Tier totschlagen wollte.
„Müssen wir ihn umbringen?“, fragte sie.



Salz und Asche

Bevor Salz und Asche in den Druck ging, bin ich leider nicht auf die Idee gekommen, den Verlag dazu zu überreden, eine Karte des alten Lüneburg mitzuliefern. Für alle, die neugierig darauf sind, reiche ich sie hier nach.
Diese Version stammt aus der Wikipedia, die Anmerkungen am Rand sind von mir. (Doppelklick auf die Karte vergrößert sie.)



Hier noch ein kleines Extra zum Thema "Papagoy". Ja, die Leute haben tatsächlich im 17. Jh schon Papageien als Haustiere gehalten. Und mit menschenüblicher Bedenkenlosigkeit möglicherweise auch auf sie geschossen.
Dieses Gemälde stammt von dem niederländischen Maler Jan Steen und ist um 1665 entstanden.

Jan Steen: Der Papageienkäfig

Und noch etwas Hübsches zum Ansehen: Kommen diese beiden Damen vielleicht jemandem bekannt vor?

Michelangelo Caravaggio: Hlg. Katharina von Alexandrien

Raffaello Sanzio: Donna Velata


Herrin wider Willen

Hier ein Beispiel für einen Kragen, wie Ada ihn in der Geschichte trägt:

Johannes C. Verspronck: Bildnis einer Braut